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Thai-Massage in Thailand, passives Yoga mit klärender Wirkung

Unsere Arbeitswelt wird immer hektischer und nervöser. Permanent sind wir eingespannt und unter Strom. Kein Wunder also, wenn man sich dabei verspannt – und klug, wer sich gerade jetzt dafür entscheidet, seinem Körper erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. In der wohligen Wärme Thailands ist eine gute Thai-Massage oder auch eine Oelmassage ein weiteres Mosaiksteinchen für entspannende Ferien, die den ganzen Körper regenerieren. 

Wer erzählt, er habe sich zwischen tausend verschiedenen Entspannungsmethoden, Wellness- und Spa-Paketen, Massagetechniken und Pflegeprogrammen für eine Thai-Massage entschieden, wird schon mal komisch angeguckt. Thai-Massagen, das lässt sich schnell feststellen, genießen selbst bei sonst aufgeklärten Zeitgenossen nicht immer einen guten Ruf. Dabei ist, was von vielen mit billigen Etablissements und anrüchigen, sexuellen Angeboten zwischen Plastikpalmen verbunden wird, eine über 2500 Jahre alte Massageform, die sich vor allem durch ihre spezielle Mischung aus, der traditionellen, indischen Heilkunst Ayurveda entlehnten, Massageritualen, Ernährungsweise und Naturmittelheilkunde, sowie Yogaelementen und spirituellen Praktiken auszeichnet. In der Regel dauert die Behandlung zweieinhalb Stunden, erfordert nicht einmal das Ausziehen, wird auf einer Bodenmatte ausgeübt, und ist in ihrer Ausführung alles andere als eine Streichelstunde. 

Die klassische Thai-Massage, in Thailand bekannt unter dem Namen Nuad Phaen Boran, bezeichnet eine „uralte heilsame Berührung“, wurde höchstwahrscheinlich um das 5. Jahrhundert vor Christus vom in Thailand als „Vater der Medizin“ verehrten, nordindischen Arzt Jivakar Kumar Bhaccha entwickelt. Dieser wird in mehreren Quellen als Leibarzt Buddhas und seiner Mönchsgemeinde aufgeführt und sein guter Ruf wird noch heute in vielen Massagesalons durch die Dankesanrede zu Beginn der Behandlung unterstützt. Ein Gerücht besagt, die Thai-Massage sei so etwas wie die Folge heftiger Meditation, welche durch ihre ausartenden Sitzrituale und die strenge Körperhaltung über Stunden bei buddhistischen Mönchen zu derartig körperlicher Verspannungen geführt habe, dass Abhilfe Not getan habe. Beweisen lässt sich das heute nicht mehr, nachweisbar ist allerdings, dass sich die auf diese Weise behandelten Mönche um die Weitergabe der Handgriffe und Abläufe bemühten und so die Tradition der Thai-Massage über viele Jahrhunderte hinweg kultivierten, vor dem Aussterben schützten und im Zuge der Ausbreitung der buddhistischen Lehre im 3. Jahrhundert vor Christus von Indien nach Thailand brachten und dort bekannt machten. Der Siegeszug der Thai-Massage ist nicht weiter verwunderlich, bedenkt man ihre nicht von der Hand zu weisende, entspannende und gleichzeitig dynamisierende Wirkung, die in der Welt der Massage als einzigartig gelten kann. 

Von ihrer langen Tradition zeugen heute noch Steintafeln, etwa in Bangkok, die die Gesetze der Thai-Massage und ihre Lehre thematisieren und für die Nachwelt in einem Tempel aufbewahrt werden. In Indien, das ja eigentlich das Ursprungsland dieser spannenden Technik ist, hat sich die Thai-Massage allerdings nicht gehalten. Im Gegenteil: Dort wird sie mittlerweile gar nicht mehr praktiziert. 

Da die Thai-Massage nie systematisiert wurde, ihre Weitergabe vor allem mündlich geschah und auch die Bemühungen des thailändischen Gesundheitsministeriums, sich auf Techniken zu einigen und ein Regularium zu erstellen, nicht überall auf Gegenliebe stoßen, kann es große Unterschiede in der Behandlung geben, und es lohnt durchaus, einer ersten Unzufriedenheit nicht nachzugeben, sondern sich noch einmal andernorts nach einem Masseur umzusehen. Die Ausführung der Thai-Massage ist stark abhängig vom jeweiligen Masseur, seinem Einfühlungsvermögen, seiner Erfahrung, seinen Schwerpunkten und seinen Kenntnissen, die Massagetechniken sind zahlreich und zeugen von der großen Vielfalt und dem Reichtum Jahrhunderte andauernder Körperarbeit. Hat man den richtigen Thai-Masseur gefunden, kann die Massage schon an ein Erweckungserlebnis grenzen. Frisch Behandelte berichten von einer „Klarheit der Gedanken“, Konzentration, Strukturiertheit im Denken, Ausgeglichenheit, verbesserter Körpersymmetrie und Koordination, beschleunigten Heilungsprozessen und einem lang andauernden Wohlbefinden, das gelegentlich sogar das Absetzen schmerzlindernder Medikamente möglich macht. Allen Massagetechniken gemein ist jedoch die Ganzheitlichkeit der Behandlung, die möglichst den ganzen Körper einschließen soll und sich nicht nur auf die Behandlung von Muskeln und Sehnen beschränkt. 

Eine besondere Rolle bei der Behandlung spielen die den Körper durchlaufenden Energielinien, denen die ayurvedische Lehre einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden eines Menschen zuspricht. Bei diesen Energielinien handelt es sich um die Wege, die die sogenannten Doshas, also Energien, Vata, Pitta und Kapha durch den Körper nehmen. Wird dieser Energiefluss blockiert, entsteht ein energetisches Ungleichgewicht, das, so die ayurvedische Lehre, zu Krankheiten führen kann. Das durch Blockaden im Energiefluss verursachte energetische Ungleichgewicht zu beseitigen ist ein Ziel der Thai-Massage, ähnlich dem der Akupressur. 

Verbunden mit Yogaelementen wie etwa Fisch, Zange, Brücke oder Pflug, wird der Thai-Massage ein besonders belebender Effekt zugeschrieben. Besonderen Wert legt die Thai-Massage auf Dehnung. Hierbei geht es darum mit unterschiedlichen Druckmethoden, auch unter Zuhilfenahme von Ellbogen und gelegentlich auch Knien an tiefer sitzenden Verspannungen zu arbeiten, diese zu lösen und so die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Gerade für Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, mit Verdauungsproblemen kämpfen und nicht sonderlich gut darin sind, sich zu entspannen, ist die Thai-Massage sehr zu empfehlen. Innere Organe werden durch sanften Druck der Handballen, Finger und Handflächen aktiviert, was beispielsweise Unterleibsbeschwerden und Magenprobleme mindert, zudem führt die Bearbeitung von Lymphen zur Ankurbelung der Durchblutung, sowie des Stoffwechsels, was gerade für Übergewichtige ein großer Pluspunkt ist. Thai-Massage-Erfahrene schildern vor allem die maximal spürbare Muskelentspannung von Rücken, Nacken, Schultern und Kopf, aber auch der durch die moderne Welt stark belastete Beinmuskulatur als ungewöhnlich intensiv, den Erfolg der Behandlung als ganzheitliche Körpererfahrung. 

Die positiven Auswirkungen auf die unterschiedlichsten Körperbereiche sind insgesamt kaum zählbar. Unter anderem gelten Thai-Massagen als höchst einflussreich bei Erkrankungen und Beschwerden wie etwa Asthma, Depression, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Übelkeit, Nebenhöhlenentzündung, Angstzuständen, Schwindelgefühl, Husten, Impotenz, Menstruationsbeschwerden, Lähmungszuständen (beispielsweise nach einem Schlaganfall), Migräne, Epilepsie, Schock, Fieber und Tinnitus (Klingeln in den Ohren). Gerade im Bereich der Magenkrankheiten spricht man der Thai-Massage ebenfalls eine beruhigende Wirkung zu. So soll sie bei Geschwüren, Verstopfung, aber auch Inkontinenz einen lindernden Einfluss haben. 

Bleibt noch die Frage zu klären, wie eine so intensive, ganzkörperliche und reinigende Massagetechnik derart in Verruf geraten konnte, dass sie heutzutage sofort Assoziationen von leicht bekleideten Asiatinnen und sexuellen Handlungen hervorruft. Schuld am schlechten Ruf der Thai-Massage ist vor allem das Geld. Dieses kam nämlich zur Zeit des Vietnamkriegs mit den amerikanischen Soldaten ins Land und wie so oft in wirtschaftlich orientierten Gesellschaftssystemen, schuf die Nachfrage der lebenshungrigen und umtriebigen Soldaten auf Fronturlaub ein neues Angebot, nämlich eine florierende Sex-Industrie, gefördert und unterstützt durch den amerikanischen Staat, der seine Truppen bei Laune halten und ihnen vor Ort eine befriedigende und willensstärkende Ablenkung bieten wollte, die sie optimal auf weitere Angriffe vorbereiten würde. Nach Ende des Krieges gingen viele der Prostituierten, deren Körper durch das fortschreitende Alter an Attraktivität verloren hatte in die örtlichen Massagesalons und brachten ihre Fertigkeiten dort ein, was zu einer Vermischung beider Techniken führte. So konservierte sich - eigentlich recht tragisch – dieser große internationale Konflikt und verankerte sich als Relikt in einer Jahrhunderte alten Tradition. 

Wer jedoch bereit ist, Klischees zu überdenken und seine Vorurteile ablegt, wird durch eine ganzheitliche und stärkende Massage belohnt, die häufig auch gemeinsam mit Fussreflexzonenmassage, therapeutischer Rückenmassage mit Kräuterstempel, und feinen Aromen als Therapie angeboten wird und gerade in der heutigen Zeit einen guten Ausgleich bietet, uns für wenige Stunden vergessen lässt, welche Anforderungen das Leben an uns stellt, und uns mit der nötigen Kraft wieder dahinein entlässt.