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Thaigold: wertvoll, schön und sagenumwoben

Rot: Die Farbe des Goldes

Wohin man in Thailand auch geht, eine Farbe sticht ganz besonders ins Auge. Ganz gleich ob man in ländlicheren Gegenden unterwegs ist oder sich in die Millionenstädte begibt. Schmuck und wertvolle Güter aus Edelmetall werden stets in Verbindungen mit der Farbe Rot präsentiert. Damit ist es mit dem farblichen Einklang noch nicht getan: auch die Geschäftsräume sind beinahe immer in Rottönen gehalten, ebenso die Fassaden. Die Farbwahl ist weder Trend noch Zufall, sondern auf eine lange Tradition zurückzuführen. Im südostasiatischen Raum sowie in China stehen die Farben Rot und Gold schon seit Jahrhunderten für Glück.

Vertrauen ins Gold

Was in Europa eine vergleichsweise junge Anlagemethode ist, hat in Thailand schon wesentlich länger Tradition. Goldschmuck dient in allen Gesellschaftsschichten weniger als schmückende Zierde, vielmehr als beständiger Wertspeicher. Sobald die Thais gewisse Geldbeträge aufsparen konnten, wandeln sie diese in Gold um. Das Vertrauen in das Gold ist also höher als das in die eigene Währung. In westlichen Gefilden war diese Handhabe bis vor wenigen Jahren noch undenkbar, auch weil der Verkauf von Gold mit hohen Preisabschlägen verbunden war. Erst im Zuge der Finanzkrise wurde die Absicherung mit Gold populärer, allerdings nicht mit dem in Thailand üblichen Goldschmuck.

Rein, reiner, Thaigold

Weshalb ist es in Thailand so üblich, sich mit Goldschmuck abzusichern? Der Grund liegt in der Zusammensetzung des Schmucks. Bei der Herstellung von Schmuck wird Gold mit einem Reinheitsgehalt von bis 96,5% verwendet – das sind Werte, auf die man als Europäer durchaus neidisch blicken könnte. In Europa besitzt Goldschmuck gerade einmal ein Reinheitsgehalt von 33%. Die restlichen Bestandteile sind relativ wertlos. In anderen Ländern trifft man häufig 585er-Goldschmuck an. Selbst diese Variante weist nur einen reinen Goldanteil von 58% auf. Kein Wunder also, dass Thaigold derart wertvoll ist.

Thaigold und sein Wertbestand

Neben dem hohen Reinheitsgehalt gibt es noch einen weiteren bedeutenden Vorteil des Thaigoldes: die niedrigen Herstellungskosten. Erwirbt man in Deutschland ein 18-karätiges Schmuckstück mit 75%igem Goldanteil, wird der Preis zum Grossteil von den Fertigungskosten bestimmt. Immer muss der Goldschmied einiges an Arbeit investieren, um ein künstlerisch wertvolles Produkt zu erschaffen. Würde man nun den puren Goldwert für den Wiederverkauf ermitteln wollen, zeigt sich der Preisverfall. Die ursprünglichen Fertigungskosten gehen verloren, ausserdem müssten der nur 75%ige Goldanteil des Schmuckstücks berücksichtigt werden. Unter dem Strich bleiben enorme Verluste. Ganz anders beim Thaigold: solche Schmuckstücke lassen sich zu einem beinahe identische Preis wiederverkaufen. Sollte der Goldpreis inzwischen gestiegen sein, könnte man mit dem Thaigold sogar Gewinne einfahren.

Wie viel wiegt eigentlich Thaigold ?

Baht, Satang, Salüng: das sind die Währungseinheit in Thailand, konform zu unserem Euro und Cent. Wer in Thailand Goldschmuck kauft, der bemerkt, dass bereits beim Wiegen in den landestypischen Einheiten gesprochen wird. Von „Karat“ oder „Unzen“ wird man dort nur selten hören. Wird das Gewicht des Gold etwa direkt in die Währung umgerechnet? Nein – denn Baht ist auch eine Gewichtseinheit, mit der thailändisches Gold bemessen wird. Bei einem Schmuckstück aus Thaigold entsprechen 1 Baht etwa 15,16 Gramm, bei thailändischem Barrengold entsprechen 1 Baht 15,244 Gramm.

Schmuckgeschäfte: die etwas anderen Banken Thailands

Wie macht man in Thailand sein Gold zu Geld? Ganz einfach: man besucht eines der vielen Schmuckgeschäfte, die oftmals als unkonventionelles Kreditinstitut fungieren. Der Schmuck aus Thaigold wird dabei häufig als Sicherheit für einen Kredit verpfändet. Für einen solchen vergleichsweise unkompliziert erwirkten Kredit fallen derzeit nur etwa 2% Zinsen an. Falls man den Kredit nicht bedienen kann, veräussert man das Schmuckstück und erhält dessen Restwert. Die angefallenen Zinsen und der ausgezahlte Kredit müssen selbstverständlich in dieser Rechnung berücksichtigt werden. So lässt sich mit Hilfe von Thaigold schnelles Geld machen, unkompliziert und zu geringen Gebühren. Natürlich kann man diesen Pfand auch wieder zurückerhalten, wenn man den Kredit ablöst.

Augen auf beim Thaigold-Kauf

Günstig ist nicht immer gut: vor allem wenn es um den Kauf von Thaigold geht. Thaigold besitzt immer einen hohen Wert, weil der Wiederverkaufspreis in allen Teilen des Landes nicht sonderlich weit vom Einkaufspreis entfernt liegt. Wer also ein besonders attraktives Angebot für Thaigold sichtet, sollte auf der Hut sein – die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man Opfer eines Betrugsfalles wird.

Unzertrennbar: thailändische Hochzeiten und Goldschmuck

Gold geniesst in Thailand in Verbindung mit Hochzeiten eine grosse Tradition. Die sogenannte Aussteuer oder Mitgift war in Deutschland bis ins 20. Jahrhundert hinein üblich, in Thailand hat sie bis heute Bestand. Dort wird sie auch „Sinsod“ genannt.

Die Höhe dieser Aussteuer wird bereits im Vorfeld der Hochzeit zwischen den Familien der Braut und des Bräutigams verhandelt. Ein wesentlicher Anteil dieser Mitgift besteht aus Goldschmuck, der später von der stolzen Braut getragen wird. So können schliesslich alle Hochzeitsgäste sehen, welchen Wert die frisch Vermählte für den Bräutigam besitzt. Auch die Familien zollen sich somit Respekt und Anerkennung. Ausserdem könnte man eine Geldsumme niemals so prachtvoll zur Schau stellen wie den Goldschmuck an einer Braut.

Wie teuer ist Schmuck aus Thaigold ?

Wie wertvoll ist ein Schmuckstück aus Thaigold? Sicherlich ist Thaigold wertvoller als Schmuckstücke, die aus Goldlegierungen mit einem höheren Anteil an Fremdmetallen gefertigt wurden. Doch das Material spielt beim Kauf von Schmuck oftmals eine untergeordnete Rolle – schließlich ist Schmuck eine Form von Kunst. Sie muss zum Besitzer passen und wird von jedem Auge anders wahrgenommen. Was dem einen gefällt, mag einem anderen weniger behagen. Exakte Aussagen über den individuellen Wert von Schmuckstücken aus Thaigold lassen sich also kaum treffen. 

 Ein Fakt ist allerdings die Beschaffenheit des Thaigoldes. Aufgrund des hohen Goldanteiles wirken Schmuckstücke schneller blass und abgetragen. Ausserdem neigt Thaigold eher zu Kratzern und Abnutzungsspuren. Das weiche Gold eignet sich zudem selten für die Herstellung filigraner Kunstwerke.